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Fußtechnik - Wusstest du das?

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Fußtechniken im Überblick

Basis-Techniken

Hier möchte ich dir einmal einen Überblick über gängige Fußtechniken beim Schlagzeug spielen geben. Neben „Heel Up“ und „Heel Down“, also auf Deutsch Ferse oben (ganzes Bein anheben) und Ferse unten (Schlag nur aus dem Fußgelenk mit dem Fußballen) mit anschließendem Lösen des Schlagkopfes vom Schlagfell, gibt es für beide Varianten noch die „Constant Release“-Technik, wo man den Schlagkopf auf dem Schlagfell belässt und den Ton damit abdämpft. Zudem gibt es die „Slide-Technik“. Diese nutzt man für Doppelschläge oder sogar Dreifach- und Vierfachschläge. Dies sind aus meiner Sicht die wichtigsten Techniken. Diese werden alle ganz genau in meinen Onlinekursen erläutert. Schau hier bei Interesse gerne mal rein. Neben diesen Basis-Techniken möchte ich dir nun zusätzlich einen Überblick über einige weitere Techniken geben.

Heel-Toe-Technik

Während man mit der Slide-Technik kurze schnelle Mehrfachschläge spielen kann, ist die „Heel-Toe“-Technik dazu geeignet, durchlaufende längere Figuren wie Achtel- oder Sechzehntelnoten mit einem Fuß zu spielen. Die Technik ist auch als „Swish-Technik“ für Hi-Hat-Figuren mit dem linken Fuß bekannt. Damit kann man zwischen einem kurzen und einem ausklingenden Becken-Sound wechseln. Steve Gadd ist ein bekannter Vertreter für durchgehend gespielte Heel-Toe-Figuren auf der Bass Drum. Man betrachtet den Fuß bei dieser Technik als eine Art Wippe, die zwischen Fußballen und Ferse stattfindet. Mit dem Fußballen bewegt man das Pedal wie gehabt aus dem Fußgelenk nach unten ins Fell. Dabei bleibt die Ferse aber anschließend in der Luft, und der Schlagkopf bleibt auf dem Fell liegen. Mit einer Schwungbewegung bewegt man dann die Ferse auf das Pedal, sodass der Schlagkopf ein zweites Mal ins Fell schlägt.

Flatfoot-Technik

Eventuell interessiert dich irgendwann das Thema Geschwindigkeit, zum Beispiel bei sogenannten Blastbeats, also Rhythmen mit Sechzehntelnoten im Tempo 180 und aufwärts. Bei der „Flatfoot“-Technik spielt man mit leicht abgehobener Ferse. Der Fußballen behält den Kontakt zum Pedal und liegt in de Mitte des Pedals auf. Die Fersen verlassen dadurch leicht das Pedal und befinden sich wenige Zentimeter darüber. Man spielt also etwas weiter hinten auf dem Pedal. Alle Schläge führt man mit dem Fußgelenk aus, ohne sich – wie bei der Heel-Up-Technik – vom Pedal abzustoßen. Wichtig ist dabei, die perfekte Balance zwischen der Federspannung der Fußmaschine und den Bewegungen der Füße zu finden. Damit ermöglicht die Flatfoot-Technik ein schnelles Tempo und ist perfekt für schnelle Single Strokes (Einzelschläge) geeignet.

„Swivel-Technik“ (Side to side oder Swing Technik)

Auch hier geht es um das Thema Geschwindigkeit. Bei der „Swivel“-Technik nutzt man eine leichte Seitenbewegung der Fersen aus dem Sprung- und Kniegelenk, um bei schnellem Tempo eine Verkrampfung der Muskulatur zu verhindern. Es gibt auch Pedale, die deine Technik am besten unterstützen, aber ein vorhandenes Pedal ist nicht der Grund eine spezielle Technik nicht üben zu können.

Fazit

Es gibt natürlich noch weitere Techniken, die sich für spezielle Musikrichtungen eignen. Bevor man sich aber in einem Irrgarten aus speziellen Techniken und hochspezialisierten Bassdrum-Pedalen verstrickt, beschäftige dich erst einmal mit den Basis-Techniken und lege hierbei den Fokus auf Timing, Entspanntheit und Freunde beim Spielen! Ich hoffe, ich konnte dir die ein oder andere Begrifflichkeit etwas näher bringen. Videos zu den Techniken findest du im Netz oder auf DVDs bekannter Schlagzeuger wie zum Beispiel Jojo Mayer. Also, viel Spaß beim Üben und bis demnächst.

Sieh dir hier das Video zum Blogbeitrag an:

Oder direkt bei YouTube anschauen.

https://youtu.be/X8OPNwvxuEg

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